Der Begriff „Falter“ kann sich im Bauwesen sowohl auf flache oder gewölbte Holzflächen beziehen, auf denen Verzierungen mit Inschriften, Wappen und Ornamenten angebracht wurden, als auch auf das typische Format, in das Holzbretter für Boden- und Wandverkleidungen eingeteilt werden. Antike Falter sind also Bretter, die aus Fußböden, Balken oder anderen hölzernen Artefakten geborgen werden und dazu bestimmt sind, die erste oder zweite Patina (untere Falter) von Baumaterial zu bilden. Je nach Verwendungszweck des Materials werden die antiken Dielen dann auf ausgewuchtete Holzplatten geklebt oder mit handwerklichen Verfahren und Techniken bearbeitet. Zur Herstellung von Parkett oder anderen Holzfußböden wird das wiedergewonnene Material in ca. 7 mm dicke Bretter geschnitten und mit anderen Hölzern kombiniert.
Der „bewohnte“ Teil der Falter (obere Falter) wird dann für die Herstellung von schönen Böden mit erster Patina verwendet, d.h. unlackiert und daher besonders wertvoll, da die Authentizität ihrer Schönheit durch ihre Unversehrtheit garantiert wird. Aus Eiche, Kastanie, Ulme, Lärche oder Fichte, dauerhaften Hölzern mit bemerkenswerten Eigenschaften, können antike Dielen in verschiedenen Größen hergestellt werden und behalten trotz der Zeit die typische Wärme und Einzigartigkeit des antiken Holzes. Ganz zu schweigen von den einzigartigen Eindrücken, die nur richtig behandeltes altes Holz mit seiner Glätte, seinem Duft und seiner stets einzigartigen Maserung vermitteln kann.
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